Archiv

„Genie in einem großen Schatten“ - Zum 110. Geburtstag von Robert Schumann

Dienstag, den 04. 02. 2020

Theatermuseum, Prinzenstraße 9

Dr. Peter GĂŒlke (Weimar, Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker)

Kosten: 7 €, ermĂ€ĂŸigt 5 €, freier Eintritt fĂŒr Mitglieder der Goethe-Gesellschaft Hannover

Robert Schumann (1810-1856) gehört zu der Komponistengeneration, die sich im gewaltigen, fast erdrĂŒckenden Schatten Beethovens behaupten musste. Aber auch mit Weber, E. T. A. Hoffmann, Jean Paul, Beethoven, Schubert, am Ende Goethe, Zelter, Hegel wuchs Schumanns Generation auf – und sah sie sterben. Wie konnte man als KĂŒnstler fortfahren, ohne einen Vergleich mit jenen riskieren zu mĂŒssen? Chopin, Liszt und Wagner reagierten darauf, indem sie sich ihre ganz eigenen Nischen und Spezialisierungen suchten. Anders Schumann, der die volle Breite der kompositorischen Palette wahrte, allerdings erst nachdem er in einer fast zehnjĂ€hrigen „KlavierquarantĂ€ne“ sich als Komponist gefunden hatte. Und doch empfand er beim Versuch, an Beethoven anzuschließen, mehr als einmal, dass er „Unmögliches begehrt“ hatte. Der bedeutende Dirigent und Musikwissenschaftler Peter GĂŒlke wird an konkreten Beispielen aus Robert Schumanns Schaffen dessen dauerndes Ringen mit dem großen Vorbild Beethoven illustrieren – und dabei vorfĂŒhren, wie die Generation der Nachgeborenen der Goethezeit in der Auseinandersetzung mit den eigentlich uneinholbaren Vorbildern große und bleibende Werke schuf.