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Von Hannover nach Moskau

Dienstag, den 04. 04. 2017

Theatermuseum, Prinzenstraße 9

Dr. Ulrich Krempel (ehem. Leiter des Sprengel-Museums)

Kosten: FĂŒr Mitglieder der Goethe-Gesellschaft ist der Eintritt frei, Nichtmitglieder: 7 Euro, erm. 5 Euro

El Lissitzky, der junge revolutionĂ€re Konstruktivist aus Russland, kam zu Beginn der 1920er Jahre auf Einladung von Kurt Schwitters nach Hannover und traf hier auf Sophie KĂŒppers, Kunsthistorikerin und Witwe des ersten Direktors der Kestnergesellschaft. Aus diesem Treffen entstand eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, die durch viele europĂ€ische KunststĂ€dte und zu Begegnungen mit internationalen KĂŒnstlerfreunden fĂŒhrte. Bis 1930 arbeiteten beide auch noch in Deutschland, nach 1930 unter zunehmenden Schwierigkeiten in Russland. Der Vortrag stellt beide Protagonisten vor, beschreibt die gemeinsamen Projekte und das Leben dieses KĂŒnstlerpaares auf Augenhöhe. 1941, unmittelbar nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion, starb Lissitzky in Moskau, 1944 wurde Sophie nach Sibirien verbannt, wo sie mit ihrem Sohn lebte und 1978 starb.