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Goethe in SĂŒditalien. Vulkanologische Interessen und Irritationen

Dienstag, den 10. 11. 2015

Theatermuseum Hannover, Prinzenstraße 9

PROF. DR. DIETER RICHTER (BREMEN)

SĂŒditalien hat Goethe in vielfĂ€ltiger Weise irritiert. Als er, von Rom kommend, im FrĂŒhjahr 1787 bei Terracina die Grenze zum Königreich Neapel passiert, betritt er eine ihm „fremde Welt“. Dazu gehört die mediterrane Vegetation, das Erlebnis der Großstadt Neapel (der grĂ¶ĂŸten Stadt, die er je in seinem Leben betreten hat), die Erfahrung einer ihm unvertrauten Antike und nicht zuletzt die Begegnung mit den PhĂ€nomenen des Vulkanismus: am Vesuv, auf den Campi Phlegraei und am Ätna. Goethe hat wie viele seiner Zeitgenossen dezidiert geologische Interessen, die PhĂ€nomene des Vulkanismus gelten im 18. Jahrhundert als Indikatoren zur Erkenntnis der Entstehung der Erde. Der Vortrag stellt Goethes Erfahrung des SĂŒdens dar, skizziert seine naturkundlichen Interessen und widmet dabei besondere Aufmerksamkeit seiner Auseinandersetzung mit den vulkanischen PhĂ€nomenen und deren Spiegelungen in seinem literarischen Werk.